Gin aus Österreich

Gin aus Österreich ist eine absoluter Trend. Allerdings ist die Tradition anders, als im Gin-Mutterland England. Noch am Ende der 1990er Jahre war man als österreichischer Ginbrenner ein Exot, auch wenn Kranewitter (=Wacholder) Schnäpse im Westen Österreichs schon lange bekannt waren. Einer der Vorreiter für Wacholderspirituosen war wieder einmal Hans Reisetbauer, der sich auch unter den ersten Whiskybrennern des Landes findet. Sein Blue Gin ist geschmacklich klassisch ausgerichtet. Heute zählt er zu den international ausgerichteten Marken, die bis in den amerikanischen Raum anzutreffen sind. Etwas kleiner, aber ebenso lange ist Hermann Rogner mit seinen Ginversionen Nord-Süd und W4 vertreten. Josef Farthofers Gin der O-Serie hat ebenso schon lange einen Fixplatz unter den Austro-Spirits, ebenso wie der Gin Alpin des Guglhofs aus Hallein.

Verstärkt kommen seit etwa 2010 jedes Jahr viele Abfüllungen dazu, die teils von alteingesessenen Brennern, teils von einer jungen Brennergeneration entwickelt wurden. Ein neues Phänomen ist seit ungefähr zwei Jahren zu beobachten, denn immer mehr Quereinsteiger, die teils als Gastronomen eine eigenes Produkt anbieten wollen, teils aus Interesse am Thema den Schritt in die Produktion gegangen sind, wagen sich auf den Ginmarkt.

Gin aus Österreich zeichnet sich durch seine Vielseitigkeit aus.Oft sind regionale Gegebenheiten, oder persönliche Vorlieben der Hersteller in ihren Rezepten verarbeitet, eine Liste der verwendeten Botanicals aufzustellen, würde wohl jeden Rahmen sprengen. Die beste Art sich einen Überblick über die Ginsorten der mehr als 130 Produzenten zu verschaffen ist wohl die Verkostung. Heimische Tonic Water sind auf der Seite Filler aus Österreich aufgelistet

Übersicht der österreichischen Gin Produzenten